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Der Abfluss gluckert? Diese Dinge helfen wirklich!

Das Gluckern des Abflusses oder die daraus aufsteigenden Gerüche, sind nicht nur lästig, sondern auf Dauer auch nicht akzeptabel. Für das Gluckern gibt es allerdings unterschiedlichen Ursachen, das Gleiche gilt selbstverständlich auch für das Entfernen oder Reinigen des Abflusses. Doch wie kommt es überhaupt zu einem verstopften Abfluss und wie kann man das nervige Gluckern beseitigen? Diese und einige weitere Fragen werden in diesem Text näher beleuchtet und erklärt.

Warum gluckert der Abfluss? Was sind die häufigsten Ursachen?

Gluckert der Abfluss ist noch kein wirklich Grund vorhanden, um panisch zu werden. Trotzdem sollte das Gluckern auch nicht unbedingt außer Acht gelassen werden, es sollte stattdessen ernst genommen werden. Häufig handelt es sich, nämlich bei diesen Gluckergeräuschen um Warnsignale.

Von Zeit zu Zeit kann ein Abfluss mit Essensresten, Fetten, Haaren oder sonstigen Ablagerungen verstopft werden. Das bedeutet demnach, eine Verstopfung ist nicht urplötzlich vorhanden, vielmehr handelt es sich um einen schleichenden Verstopfungsprozess. Gluckert der Abfluss ist bereits eine Verstopfung eines Abflussteils vorhanden. Doch irgendwo muss das Abwasser hin. Deswegen sucht es die offenen Stellen und fließt dort hindurch. Dies ist die Ursache für das gluckernde Geräusch.

Gluckern ist vergleichbar mit einem Entlüftungsgeräusch. Handelt es sich um eine eher geringe Verstopfung des Abflusses kann das Wasser meistens verzögert weiter fließen. Bleibt diese Verstopfung allerdings unbehandelt wird der im Abwasserrohr vorhandene Platz immer kleiner. Infolgedessen kommt es zum Gluckern im Abfluss.

Was ist die Ursache, wenn der Abfluss gluckert und das Wasser hochkommt?

Eine schlimmere Vorstellung gibt es wohl kaum, wenn der Abfluss stinkt oder im unangenehmsten Fall das Abwasser zurückschickt. Häufig hängt das Hochkommen des Wassers mit einer Stelle im Rohrsystem zusammen, in dem sich die Flüssigkeit staut. Kommt das Wasser hoch, kann es allerdings auch einen anderen Grund geben, so hängt das Hochkommen zum Beispiel auch mit der Entlüftung des Abwasserrohrsystems zusammen.

Vor allem, wenn größere Wassermengen, wie beispielsweise in der Badewanne oder Toilette abgelassen werden, kann der Nutzer das Problem beobachten. Das Wasser kommt in der Badewanne bzw. Toilette wieder nach oben. Im schlimmsten Fall schwappt das Wasser der Toilette in die Badewanne. Darüber hinaus fängt es im Abwassersystem an zu gluckern und die Luft, die dabei emporsteigt, weist einen unangenehmen Geruch auf.

Woran kann es liegen, wenn der Abfluss gluckert, obwohl er nicht verstopft ist?

Fängt das Waschbecken an zu gluckern bedeutet das noch lange nicht, dass hierbei eine Verstopfung innerhalb des Siphons (befindet sich unter dem Waschbecken) vorliegt. Die Abflussrohrsysteme der Badewanne, Dusche und des Waschbeckens führen alle weiter hinab in größere sowie zentrale Abwasserrohre. Diese führen wiederum in das Kanalisationssystem weiter. Dort kann es ebenfalls zu einer Verstopfung kommen, sodass die Luft in der Flüssigkeit aufsteigt. Folglich kommt es daraufhin zu Gluckgeräuschen.

Was kann ich tun, wenn der Abfluss gluckert? Was sind die besten Gegenmaßnahmen?

Überprüfung des Siphon

Zuerst sollte man überprüfen, ob der Geruchsverschluss bzw. Siphon arbeiten kann. Es kann nämlich oftmals passieren, dass sich Schmutz oder Haare dort einfinden und den Weg des Abwassers einschränken oder gar versperren. Anstatt demnach auf Hausmittel wie Backpulver zurückzugreifen, kann man schon einmal die Wasserpumpenzange zur Hand nehmen. Mithilfe der Zange lässt sich dann das Siphon des Waschbeckens bzw. der Küchenspüle ohne Weiteres öffnen.

  • Eimer direkt unterhalb des Abflusses aufstellen
  • Lösen der Siphon-Verschraubung
  • Reinigung des Siphon
  • evtl. mithilfe der feinen Spindel Abfluss durchstochern
  • Anschrauben des Siphon

Prüfung der Revisionsöffnungen

Um Nachzusehen, ob Abwasser frei durch den Abfluss fließen kann, sollte man sich auch die Revisionsöffnungen genauer anschauen. Zur Überprüfung sollte man zu zweit sein, sodass die eine Person die Toilettenspülung betätigt, während die andere nachschaut, ob ein Wasserschwall vorbeikommt. Handelt es sich weniger um einen Schwall, sondern vielmehr um ein Rinnsal liegt die Vermutung nahe, dass sich bereits vor der betroffenen Öffnung das Hindernis befindet. Ist dies der Fall, sollte man den Versuch wagen mittels einer längeren Spindel das Rohr rückwärts zu öffnen. Stößt man daraufhin tatsächlich auf das Hindernis, kann man mit ein wenig Stochern sowie Spülen die Blockade entfernen.

Hinauf auf das Dach – Prüfung der Entlüftung

Wenn es aus dem Abfluss nicht nur gluckert, sondern auch stinkt sollte man sein Handeln in Richtung Entlüftung lenken. Funktioniert nämlich die Entlüftung nicht, saugt, aufgrund der unzureichenden Gegenluft, die Abwasserleitung den Geruchsverschluss letzten Endes leer. Selbst das unmittelbare Aufsteigen des Wassers aus anderen Sanitärgeräten, kann als Hinweis auf einen solchen Fehler sein.

Funktioniert die Entlüftung einer Abwasserleitung nicht, kann dies unterschiedliche Gründe haben. So kann es sich zum einen um einen Konstruktionsfehler bzgl. der Entlüftung handeln. Andererseits kann der Fehler auch am Verschluss selbst liegen. Aus diesem Grund sollte man sich erst einmal auf das Dach begeben, um nachzusehen, ob Vögel möglicherweise direkt auf dem Entlüftungsstopfen angefangen haben ein Netz zu bauen. Infolgedessen kommt es zu Gluckern und zum Gestank aus dem Abfluss.

Freilegung eines verstopften Abflusses mithilfe eines Pömpels

Ein Abfluss verstopft durch Essensreste, Haare sowie groben Dreck. Diese Dinge sammeln sich an und setzen sich fest. Um den Schmutz daher zu lockern, ist ein ständig wechselnder und gleichzeitig einfacher Druck wichtig. Ein solcher Druck ergibt sich mittels eines Pömpels.

  • Die Saugglocke wird in der Mitte direkt über dem betroffenen Abfluss gesetzt. Anschließend wird er fest nach unten (gegen das Waschbecken) gedrückt. Die anderen Öffnungen (z. B. der Überlauf) sollten dabei mit einem feuchten Tuch abgedichtet worden sein.
  • Nun wird eine gewisse Wassermenge ins Becken gelassen, sodass die zum Pömpel gehörende Gummiglocke vollständig vom Wasser bedeckt wird.
  • Der Pömpel wird abwechselnd in einer „auf und ab“ Bewegung angewendet. Aber Vorsicht! Der Pömpel darf dabei nicht vollständig vom Abfluss abgehoben werden.
  • Nach mehreren Durchläufen wird der Pömpel aus dem Becken genommen. Konnte der Schmutz mithilfe des Pömpels gelockert werden, fließt nun das Wasser ohne Weiteres ab. Kann das Abwasser erneut nicht abfließen, sollte man dieses Vorgehen wiederholen. Hilft das Pumpen allerdings nicht, so muss ein anderes Hilfsmittel versucht werden.

Entfernung des Schmutzes mit der Drahtbürste

Eine Drahtbürste eignet sich einerseits zur Entfernung von Farbresten oder Rost. Auf der anderen Seite kann man die Bürste auch zum Reinigen des Abflusses nutzen. Doch Drahtbürste ist nicht gleich Drahtbürste. Das passende Modell in Gestalt einer Drahtbürste ähnelt sehr stark einer Klobürste. Die flexiblen und feinen Drahtstifte bieten die Möglichkeit tief ins Siphon zu versinken.

Die Drahtbürste eignet sich allerdings nicht nur bei leichten Verstopfungen, sondern auch bei deutlich stärkeren wie zum Beispiel Kalk-Ablagerungen. Denn auch Kalk-Ablagerungen können Ursache für einen zu abgedichteten Abfluss darstellen. Mit dem kräftigen Hin- als auch Herbewegen der Drahtbürste, ist es möglich ohne viel Aufhebens den Abfluss zu säubern. Doch selbst eine Drahtbürste kann machtlos sein, angesichts eines stark verschmutzten sowie allzu verwinkelten Siphon.

Einfache Säuberung mit der Rohrspirale

Hilft alles nichts mehr, kann man auch auf eine sogenannte Rohrreinigungswelle zurückgreifen. Hierbei ist die Rede von einer straff gespannten Spirale, welche eine sogenante Bohrbewegung erzeugt. Folglich lassen sich mit dieser Rohrspirale selbst hartnäckige Ablagerungen innerhalb des Rohres zersetzen. Die Anwendung einer solchen Rohrspirale erfordert allerdings ein hohes Maß an Geschick und sollte nicht von Laien verwendet werden. Wenn man nicht vorsichtig genug vorgeht, kann es nämlich schnell passieren, dass man das Rohr beschädigt.

  • Die Rohrspirale wird vorsichtig direkt in den betroffenen Abfluss geführt. Dort wird es durch das Siphon direkt in die sogenannte Fallröhre geleitet.
  • Mittels der Kurbel wird ein leichter Druck ausgeübt, der wiederum in Rohrrichtung geht.
  • Erspürt man während dieses Arbeitsvorganges einen festen Widerstand, sollte man die Spirale Stückchenweise zurückziehen. Anschließend kann die Spirale wieder in den Abfluss gedrückt werden.
  • Bei erfolglosen Ergebnissen sollte man umgehend einen Fachmann zurate ziehen und diesen beauftragen. Manch eine Verschmutzung kann nämlich eine solche Festigkeit annehmen, dass sie mittels mechanischer Werkzeuge nicht mehr gelöst werden können.

Wie kann ein Rohrreiniger dabei helfen?

Der Rohrreiniger ist ein ausgesprochen gutes Mittel, wenn es darum geht den Abfluss zu reinigen. Häufig sind diese Modelle mit unterschiedlichen Aufsätzen im Handel erhältlich. Eine weitere Besonderheit des Rohrreinigers stellt der hohe Druck dar, den er aufbringen kann, um selbst hartnäckige Verstopfungen zu beseitigen.

Welche Hausmittel sind geeignet? Wie kann Backpulver bei einem gluckernden Abfluss helfen?

Die Hausmittelchen helfen in diesen Fällen allerdings nur bei leicht verstopften Abflüssen, bei denen das Wasser noch als Rinnsal abfließen kann. Bezüglich des Schmutzes eignen sich die Hausmittel vor allem für Fett- als auch Kalk-Ablagerungen.

Mischung aus Backpulver und Essig

Erst einmal werden vier Esslöffel des Backpulvers in den Abfluss gegeben. Anschließend folgt dem Pulver etwa die Hälfte einer Tasse voll Essigessenz. Kommt es zum Kontakt zwischen Backpulver und Essig, kann man ein Sprudeln aus dem Abfluss vernehmen. Haben sich die Geräusche wieder gelegt, kann man heißes Wasser nachschütten, sodass der Schmutz vollständig entfernt wird.

Mischung aus Essig und Natron

Als Alternative zum Backpulver kann man natürlich auch Natron bzw. Waschsoda verwenden. Auch bei Natron/Waschsoda wird dieselbe Menge Essigessenz verwendet. Anschließend kann man nach dem Sprudelgeräusch mithilfe des heißen Wassers, den restlichen Schmutz vollständig entfernen.

Woran liegt es, wenn der Abfluss zusätzlich stinkt?

Ob nun der Abfluss im Bad oder in der Küche, jeder dürfte mittlerweile den übel riechenden Geruch erlebt haben, den ein Abfluss des Öfteren absondert. Um den Gestank entgegenwirken zu können, ist es als zuerst einmal wichtig die Ursache zu kennen. Die meisten Gründe für einen stinkenden Abfluss können beispielsweise Ablagerungen im Rohrsystem sein, ob nun Haare, Seifen-, Speise- oder Spülmittelreste alles ist möglich. Diese Ablagerungen sorgen letzten Endes dafür, dass der Abfluss verstopft, sodass sich das Wasser im Rohrsystem anstaut und nicht richtig abfließen kann.

Die daraufhin aufsteigenden Faulgase können den gesamten Raum erfüllen. Doch auch hierbei sollte erwähnt werden, dass nicht immer Ablagerungen für einen solchen Gestank verantwortlich sind. Vielmehr kann es sich auch um einen eher selten benutzten Abfluss handeln. Denn befindet sich das Wasser über einen zu langen Zeitraum im Siphon, kann es zur Entwicklung unangenehmer Abflussgerüche kommen.

Wie kann man verhindern, dass der Abfluss verstopft?

Folgende Tipps sollten dabei helfen, einer Abflussverstopfung vorzubeugen. Bekanntlich ist nämlich das Aufpassen im Vergleich zum Reinigen des Abflusses deutlich besser.

  • Mindestens einmal in der Woche sollte man für zwei bzw. drei Minuten heißes Wasser laufen lassen. Mit Wasser lassen sich beispielsweise selbst leichte Verstopfungen ohne viel Aufhebens beseitigen.
  • Damit Feststoffe aufgehalten werden am besten ein Sieb nutzen. Dies gilt nicht nur für eine Küchenspüle (bzgl. Essensreste), sondern auch für die Dusche und Badewanne (bzgl. Haare).
  • Haare als auch andere Feststoffe sollten frühzeitig entfernt werden. Ansonsten kommt es zur Verstopfung im Siphon.
  • In die Spüle auf keinen Fall Essensreste, Soßen bzw. Fette geben.